Oktober 2009 Archive

Radio Blau: Jeden Dienstag 19 Uhr in der Paul-Gruner-Str. 62 in Leipzig
coloRadio: Jeden Dienstag 19 Uhr in der Jordanstr. 5 in Dresden
Radio T: Jeden Sonntag, 16Uhr Cafe delicate, Brühl 28-30 in Chemnitz 

Blaue Postkarten

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Schnappt euch jetzt gleich einen Stift und eine unserer frisch gedruckten "Bald Funkstille?"- Postkarten und schreibt dem Medienrat der SLM warum ihr keine Lust habt auf Radio Blau zu verzichten! Die Postkarten gibts bei Radio Blau in der Paul-Gruner-Str. 62 oder im Szeneladen Deines Vertrauens.
Alternativ könnt Ihr natürlich auch einen eigenen Brief schreiben
an den Medienrat der
Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM)
Ferdinand-Lassalle-Str. 21
04109 Leipzig
Datum: 26.10.2009
Die heutige Sitzung des Medienrates der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) in Leipzig nahmen die drei freien sächsischen Radios zum Anlass, ein stärkeres Engagement gegen die drohende Abschaltung zu fordern. Circa 250 Hörer und Hörerinnen erschienen zur angemeldeten Kundgebung mit anschließenden Radioballett direkt vor dem Sitz der SLM. Drei Vertreter der freien Radios in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie eine Vertreterin des Bundesverbandes Freier Radios (BFR) wurden kurzfristig zur Teilnahme an der turnusmäßigen Sitzung zugelassen. In der einstündigen Diskussion forderten sie den Medienrat auf, das bisherige Kooperationsmodell mit Apollo Radio weiter zu gewährleisten oder eine andere tragfähige Finanzierung zu finden. Der Medienrat der SLM sieht derzeit keinen Handlungsbedarf und möchte stattdessen Gespräche zwischen Radio T, ColoRadio, Radio Blau und den Betreibern von Apollo Radio abwarten. Ein Termin dazu steht allerdings noch nicht fest. Ferner erwägt die SLM als Aufsichtsbehörde des Privatrundfunks bei der Sächsischen Staatskanzlei einen konkreten Finanzierungsbedarf der freien Radios anzuzeigen. Dies wäre ein erster Teilerfolg, der längerfristig zu der gewünschten Absicherung der freien Radios durch Mittel der Landesmedienanstalt führen kann. Dies ist bereits in anderen Bundesländern üblich. Dazu muss in Sachsen allerdings das Privatrundfunkgesetz geändert werden. Neben der Stellungnahme des BFR nutzte auch Radio Blau die Gelegenheit einen offenen Brief [als pdf] mit über 200 Unterschriften von prominenten Erstunterstützern aus Kultur, Politik und Medien zu übergeben.

Kreuzer-Fotogalerie

Bild mit Transparenten

hier gibts noch mehr Fotos

Bild zum Kommentar 2






26.10.2009 - 22-23 Uhr


Moderation: 
Christin (Zwischenraum) und Micha (bleep-hop)
Gäste: 
Johannes Ackner (buchfunk/Vorleser.net) 
Lutz Helm und Andreas March (Vorstand Radio Blau)


In der gestrigen Sendung hatten wir die Möglichkeit, ein erstes Fazit zu ziehen. Wie lief das Radioballett vor SLM und wie waren die Gespräche von Andreas in den (un)heiligen SLM-Hallen? Was denkt der MDR-Sprecher und Buchverleger Johannes Ackner über Radio Blau? Was sind eigentlich die Probleme, die wir haben? Was sind unsere Lösungsansätze?


Gesendet am 26.10.2009 - 22-23 Uhr
Moderation: 
Christin (Zwischenraum) und Micha (bleep-hop)
Gäste: 
Johannes Ackner (buchfunk/Vorleser.net) 

Lutz Helm und Andreas March (Vorstand Radio Blau)
Am Rande bes BFR-Kongresses in Marburg (23.-25.Oktober 2009) fordert die Mitgliederversammlung in einem Schreiben die SLM und den Medienrat zu einer dauerhaften Absicherung der Freien Radios in Sachsen auf. Unter anderem ist eine Übernahme der Finanzierung von Radio T, coloRadio und Radio blau ab 2010 zu gewährleisten.

Das Schreiben wird der SLM und dem Medienrat heute zugestellt.


Unterstützung durch die BSG Chemie

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nadsatblau.jpg

Am 13.10. hat die Sächsische Gemeinschaftsprogramm GmbH & Co KG, der Betreiber von Apollo Radio, die Kooperationsvereinbarungen mit den 3 sächsischen Freien Radios, Radio blau aus Leipzig, Radio T aus Chemnitz und coloRadio aus Dresden, gekündigt. [die Pressemitteilung]
Am Montag, dem 26.10., tagt, wie hier schon mehrfach angekündigt wurde, der Medienrat der SLM in der Leipziger Ferdinand-Lasalle-Straße 21. Die drei freien Radios aus Sachsen werden sich zu dieser Gelegenheit zu einer Kundgebung vor der SLM versammeln (und nicht, wie angekündigt, zu einer Demo...). Wir wollen dem Medienrat einen offenen Brief zur Situation unserer Radios übergeben und im Freien ein wenig Radioballett aufführen.
Wir wollen uns um 12.00 Uhr treffen - und Ihr seid alle herzlich eingeladen! Wir freuen uns auf Euch.

Radio Rock Revolution!

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Wer sich eine Dosis Kampfgeist injizieren möchte, dem sei die letztjährige Britcomedy "Radio Rock Revolution" wämstens ans Herz gelegt. Wer gern die Radiorevolution jingeln möchte, findet hier (und auf dem Blauen Server) den Trailer für diesen Blog im Rock'n'Roll-Style:  

Wozu Freies Radio? Neun Argumente.

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http://radio.fueralle.org/9-argumente-flyer.jpg
  1. Freies Radio ist Kultur.
  2. Freies Radio fördert Kultur.
  3. Freies Radio bietet ein Podium für gesellschaftliche Gruppen
  4. Freies Radio bietet ein Forum für demokratische Meinungsbildung.
  5. Freies Radio fördert politische Mündigkeit.
  6. Freies Radio unterstützt ein tolerantes und weltoffenes Klima.
  7. Freies Radio wirkt einer Tendenz zur Konzentration in der Medienlandschaft entgegen.
  8. Freies Radio schafft Vielfalt.
  9. Freies Radio hat schon bewiesen, was es kann.   [Download des Flyers]
Anregungen und Informationen zum Radiokampf hervorragend auf den Punkt gebracht: Radio BLAU im Gespräch mit Ralf Wendt. Er ist Sprechwissenschaftler, Radioausbilder, Radioaktivist und Programmkoordinator bei Radio Corax.

Wer schreibt der bleibt!

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Seit 1. Juli 2009 läuft bei Radio T die Aktion „Wer schreibt der bleibt - mit 45 Cent Radio T unterstützen!". Üblicherweise ebbt eine Protestkarten-Welle schnell wieder ab und nach drei Wochen redet niemand mehr davon. Diesmal soll es etwas anders laufen und so bieten wir Euch im Rahmen kulturellen Veranstaltungen die Gelegenheit Karten auszufüllen und bei uns abzugeben. Das hat den Vorteil, dass wir der SLM täglich (und das ist nicht unwichtig) Post zukommen lassen. Seit dem 1. Juli gebt Ihr uns Geld für Briefmarken plus beschriebene Karten und wir schicken sie an die SLM weiter. Im Sommerloch hat es nur für eine Karte pro Tag gereicht. Inzwischen wächst unser Vorratsstapel und allmählich können wir den Takt erhöhen. Hier könnt Ihr den aktuellen Stand verfolgen. 

Galerie

Besucht uns bei Veranstaltungen oder im Radio. Nächste Termine für Radio T: 16.10. Atomino, 17.10. Weltecho, 24.10. Clubnacht.

Falls Ihr keine Möglichkeit habt uns (in diesem Fall alle drei Freien Radios) bei Veranstaltungen zu besuchen, uns aber trotzdem unterstützen wollt, nutzt einen der nachfolgenden Verbreitungswege:

Eigenen Brief oder Karte an folgende Adresse schicken:

Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt
F.-Lassalle-Str. 21
04109 Leipzig

Protestfax: (Formular herunterladen → bereitet Blau vor?)

eMail: info@slm-online.de oder so



Datum: 21.10.2009
Schluss mit Radio blau, Radio t und coloRadio?
Radio Apollo kündigt den sächsischen Freien Radios die Sende­ und Leitungskosten
Am 13.10. hat die Sächsische Gemeinschaftsprogramm GmbH & Co KG, der Betreiber von Apollo Radio, die Kooperationsvereinbarungen mit den 3 sächsischen Freien Radios, Radio blau aus Leipzig, Radio t aus Chemnitz und coloRadio aus Dresden, gekündigt.
Mit   dem   Abschalten   der   sächsischen   Freien   Radios   würden   Medien   mit   lokaler   Verankerung,   die   für   Nicht­Berufsjournalisten zugangsoffen sind, verschwinden. Die nichtkommerziellen Lokalradios transportieren lokale Kultur, nischenhafte Subkultur und Diskussionen, wie sie im öffentlich­rechtlichen und privaten Rundfunk oft keine Chance
haben und leisten einen medienpädagogischen Beitrag.
Damit die Freien Radios auch 2010 weiter senden können, fordern wir:
1.) die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) auf, auf die Fortführung des bisherigen Modells der Kostentragung durch den kommerziellen Radioveranstalter, der die Mantelfrequenz betreibt, und damit zur Existenzsicherung der freien Radios hinzuwirken, ggf. die Mantelfrequenz auch neu auszuschreiben,
2.) dass die SLM ab 2010 die Sende­ und Leitungskosten der nichtkommerziellen Lokalradios in Sachsen übernimmt, wie   es   auch   in   anderen   Bundesländern   geschieht   und   dass   eine   ggf.   dafür   notwendige   Änderung   des   Sächsischen  Privatrundfunkgesetzes (SächsPRG) rechtzeitig umgesetzt wird.
Die   3   sächsischen   Freien   Radios   betreiben   derzeit   auf   den   Apollofrequenzen   wöchentlich   ein   49­stündiges Fensterprogramm. Die Sächsische Gemeinschaftsprogramm GmbH & Co KG trägt dabei im Wesentlichen die Sende­- und Leitungskosten der 3 sächsischen Freien Radios. Mit der Kündigung der Kooperationsvereinbarungen müssten die Freien Radios ab Januar abschalten, da die haupsächlich ehrenamtlich von Vereinen betriebenen Radios die Sende­- und Leitungskosten   nicht   selbst   aufbringen   könnten.   Die   Finanzierung   der   Freien   Radios   durch   den   Privatsender   ist zustande gekommen, weil in Sachsen im Gegensatz zu anderen Bundesländern bisher der politische Wille gefehlt hat, nichtkommerzielle   Lokalradios   als   dritte   Säule   der Rundfunklandschaft   zu   fördern.   Apollo   hatte   sich   damals   zur  Kooperation  bereit  erklärt,  um  eine Zulassung für  das  gemeinsam  von den  Sächsischen Privatrundfunkveranstaltern betriebene Programm zu erlangen. Damit war es gelungen, außersächsische Konkurrenz vom Werbemarkt fernzuhalten. Dieser Beweggrund ist nun entfallen, da die SLM mit der Begründung der nahen geplanten Abschaffung des Ukw­
Empfanges im Jahr 2015 keine freiwerdenden Frequenzen mehr neu ausschreibt.

Radio blau, Radio t, coloRadio
Ansprechpartner/Presse­Kontakt:
Susanne Leupold, Radio blau,
Tel.: 0341­3010006
presse@radioblau.de

Mehr Infos unter:
http://radio.fueralle.org
http://www.radioblau.de                 
http://www.radiot­chemnitz.de                      
http://www.coloradio.org
Ganz frisch aus dem Radio Blau Studio gibt es hier ein weiteres Radiojingle zur Kampagne gegen die Abschaltung der Freien Radios, jeweils für die einzelnen Städte:

Leipzig: MANJA-kling-klang--i-radioblau.MP3

Dresden: MANJA-kling-klang--i-coloradio.MP3

Chemnitz: MANJA-kling-klang--i-radiot.MP3
So! Gerade ganz heiß reingekommen, das neue Webbanner für alle drei Radios.

blaubanner_alle.gif

Wenn ihr das Bild auf eurer Webseite verlinken wollt, benutzt einfach die URL (http://radio.fueralle.org/blaubanner.gif) oder dieses Code-Beispiel:

<a href="http://radio.fueralle.org/" title="Rette dein Radio!!! http://radio.fueralle.org/"><img alt="blaubanner_alle.gif" src="http://radio.fueralle.org/blaubanner.gif" height="200" width="500" /></a>

Spenden-Aufruf!

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Die drei freien Radios in Sachsen sind nichtkommerziell! Um senden zu können, sind wir auf die Übernahme unserer Sende- und Leitungskosten durch Radio Apollo angewiesen. Ansonsten finanzieren wir uns über Mitgliedsbeiträge, NutzerInnengebühren und Spenden. Darum hilft es uns, wenn Ihr Eurem Freien Radio Geld spendet. Sei es einmalig, damit wir Flyer oder Postkarten drucken können, um auf unser Anliegen aufmerksam zu machen, oder gerne auch als regelmäßige "alternative Rundfunkgebühr". Wie? Fragt radioblau@radioblau.de oder buero@radiot.de oder checkt coloradio

Kampagne in Social-Network angekommen!

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So bleibt Ihr immer auf dem Laufenden:


Radio Blau myspazzle:  http://www.myspace.com/radioblau

Radio Blau Fanseite auf Fressbook:  http://www.facebook.com/pages/Radio-Blau/149299964171

Irgendjemand hat freundlicherweise die Kamera drauf gehalten. Drei Tage nach erneuter Vertagung einer Entscheidung zur Absicherung der drei Freien Radios in Sachsen in der Medienratssitzung der SLM, gab es diese flashmobartige Nutzung des Zugs der Freiheit. Am 01.10.2009 hielt der Zug der Freiheit in Chemnitz, um der organisierten Ausreise der Prager Botschaftsflüchtlinge 1989 zu gedenken. 

Jan Kummer, Mitglied der legendären Band AG Geige aus Karl-Marx-Stadt, nutzte als zusätzlicher Redner die Gelegenheit, die erkämpfte und vielzitierte Freiheit auch jenseits der DDR zu betrachten. Er verwies darauf, dass Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt keine immerwährenden Selbstverständlichkeiten sind. Derzeit sind in Sachsen die Freien Radios in Dresden, Leipzig und Chemnitz von der Abschaltung bedroht. Radio T nutzte die Gelegenheit am 1.10. um dem Zug der Freiheit im Chemnitzer Hauptbahnhof eine etwas andere Gewichtung zu geben. Trotz nur eintägiger Vorbereitungszeit und sehr ungünstigem Zeitpunkt (14:45 Uhr), kamen weit über hundert, vor allem junge Chemnitzer um für die Meinungsfreiheit im Allgemeinen und für Radio T im Besonderen zu demonstrieren.



Zum gleichen Thema hier ein Hörfunkbeitrag:

http://www.freie-radios.net/mp3/20091003-flashmobzum-30084.mp3



Also 's könnt jetzt los gehen... ;)