Hörer und Macher von Radio T feiern die Rückkehr auf UKW

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Um unsere Freude über die UKW-Wiederaufschaltung nach außen zu tragen und uns für die Unterstützung zu bedanken, feiern die Radioten am Donnerstag, 20.05.2010, ab 20:00 Uhr im Atomino gemeinsam mit Euch eine UKW-Party. Das Radio T-Sendestudio feiert mit und wird vor Ort im Club am Posthof aufgebaut. Wer noch nie bei einer Radioproduktion live dabei war, hat am Donnerstag Gelegenheit, UKW-Radio nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. 

Nach einem Feature zur Ab- und Wiederaufschaltung von Radio T präsentieren ab 21 Uhr die DJs Ron und Fast Phive allerneuesten Hip Hop. Im Anschluss wird Jan Kummer in seiner unnachahmlichen Art skurrile Musik mit philosophischen Betrachtungen verbinden. Steffi@latifa-djteam und JuliJane@elektronischerSandkasten beschließen den Abend mit Musik zum Tanzen.

Hintergrund:
In einem bundesweit einmaligen Akt der Willkür hatte Apollo-Radio am 17. April 2010 die drei lizenzierten Freien Radios in Sachsen abschalten lassen. Da die Behörden in Sachsen inaktiv blieben, musste die Wiederaufschaltung über das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie über die Bundesnetzagentur durchgesetzt werden. Seit 14.05.2010 sendet Radio T nun wieder zu den gewohnten Zeiten. 

Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben! Wir hören uns! Die RadioTen

*Zitat aus einer eMail an Radio T am 14.05.2010


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2 Kommentare

Bundesweit einmalige Willkür - gehts noch bisschen dicker? Soweit bekannt, habt Ihr außer der Wiederaufschaltung nix gewonnen. Die Kosten müsst Ihr selbst aufbringen. Insofern ist doch jetzt lediglich der für die NKL bisher indiskutable Stand der Dezemberverhandlungen bei der SLM Realität. Sendekosten tragt Ihr selbst und apollo ist raus aus der Finanzierungspflicht. Für mich gibt es zwei Verlierer bei diesem Spiel: die NKL (Finanzierung weiter unklar) und Media Broadcast (zahlen jetzt die von apollo an die NKL in Rechnung gestellten Beträge, um die Zustimmung zu separaten Verträgen zu erreichen, und haben die NKL künftig am Hals). Gewonnen haben SLM, Staatsregierung - und apollo (sind die Kosten los). Schöner Erfolg. Träumt weiter.

Bei der Anhörung zur Gesetzesänderung im Landtag wurde die Singularität des Vorgangs (die Abschaltung eines Radios durch ein anderes) von mehreren Seiten immer wieder hervorgehoben. So etwas gab es bisher noch nicht in Deutschland! Dazu war am 03.05. auch keinen Widerspruch von den zahlreich versammelten Nichtfreunden Freier Radios zu vernehmen. Und ja – es ist Willkür, wenn man aufgrund eigener wirtschaftlicher Macht Entscheidungen zum Schaden anderer trifft und sich dabei über Gesetze hinwegsetzt. Wie sollte so etwas sonst heißen? Die Wiederaufschaltung von Radio T, ColoRadio und Radio Blau ist erfolgt, weil das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die Bundesnetzagentur geltendes Recht durchgesetzt haben*. Und deswegen vollkommen richtig: BUNDESWEIT EINMALIGE WILLKÜR!

Dass unter den speziellen sächsischen Bedingungen die (relativ) schnelle Rückkehr auf UKW ein wichtiger Erfolg ist, zeigen die Freudenausbrüche von Hörern, Machern und zahlreichen Vertretern lokaler Institutionen. Ich war bei der oben erwähnten Party in Chemnitz und die Stimmung war grandios! Das die Betreiber von Apollo-Radio mit ihrer wirtschaftlichen Macht die bisher aufgelaufenen Kosten nun an die Media Broadcast abgeben konnten, kam so unerwartet nicht. Hier wurde die Media Broadcast Opfer ihres eigenen Handelns (Abschaltung) und der daraus folgenden Sprengung des Altvertrags. Von den sächsischen Freien Radios als Verlierern zu sprechen scheint mit Blick auf deren lange (widerständige) Geschichte sehr gewagt. Hier sind noch längst nicht alle Trümpfe ausgespielt.

*das ist übrigens kein Ruhmesblatt für SLM und Sächsische Staatskanzlei, die den rechtswidrigen Dingen ihren Lauf ließen

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