Neues in der Kategorie Propaganda-Material

Holger Zastrow, Fraktionsvorsitzender der FDP, zu Diätenerhöhung, Sende- und Leitungskosten und coloRadio in einer Landtagsdebatte am 9. Dezember 2009 (TOP 10: "Dreizehntes Gesetz zur Änderung des Abgeordnetengesetzes"):

Interessant wird es ab Minute 2:40...

Warum habt Ihr das Angebot von Apollo ausgeschlagen?


Wir haben sehr lange für unsere jetzige Sendezeit gekämpft. Darum wollen wir uns jetzt nicht zu einem Nischenradio degradieren lassen, dass erst ab 20 oder 21 Uhr sendet. Außerdem war das Angebot von Apollo nur auf ein Jahr befristet, wir jedoch wollen eine dauerhafte Lösung unseres Problems. Unser großes Ziel bleibt weiterhin eine eigene 24h-Frequenz.


Wollt Ihr Euch nun doch selbst finanzieren?


Wir können und möchten uns nicht komplett selbst finanzieren! Vielmehr glauben wir, dass unser Programm eine finanzielle Absicherung der UKW-Ausstrahlung durch die Sächsische Landesmedienanstalt verdient hat.

Unser Radio ist per Definition nicht-kommerziell. Stattdessen zahlen bei uns die Radiomachenden Nutzungsgebühren und Mitgliedsbeiträge, dazu kommen Spenden. Aber dieses Geld hat bisher schon kaum gereicht, um unsere Miete, Technik und Strom zu zahlen, geschweige denn unsere Sende- und Leitungskosten.


Wie geht es nun mit Radio Blau weiter?


Wir haben uns entschlossen, ab 1.01.10 wie bisher gewohnt ab 18 Uhr (bzw 12 Uhr am Wochenende) auf Sendung zu gehen, um unsere Lizenz nicht zu verlieren. Wie die dafür anfallenden Sende- und Leitungskosten gezahlt werden können, wissen wir allerdings nicht. Wir hoffen aber weiterhin, dass eine für uns akzeptable Lösung gefunden wird, bevor die Rechnungen für die Sende- und Leitungskosten gezahlt werden müssen.

Eine Lösung könnte beispielsweise eine Änderung des Privatrundfunkgesetzes durch den Landtag sein. Oder eine Bereitschaft der Sächsischen Landesmedienanstalt, ihre schon durch das bisherige Gesetz festgelegte Möglichkeit, uns zu fördern, in noch größerem Umfang wahrzunehmen.

Wenn in den nächsten Monaten keine solche Lösung gefunden wird, werden wir unser Programm doch noch einstellen müssen.


Was kann ich tun, um zu helfen?


Eine Möglichkeit, uns zu helfen, sind Spenden, zum Beispiel in Form der alternativen Rundfunkgebühr. Diese könnt Ihr hier einrichten.

Eine weitere wichtige Möglichkeit ist Druck auf Eure Landtagsabgeordneten, vor allem von CDU und FDP. Die in Eurem Wahlbezirk gewählten Abgeordneten sind für Eure Anliegen zuständig - eine grundlegender Aspekt von Demokratie, der vielleicht viel zu selten genutzt wird. Tretet also mit Euren Abgeordneten in Kontakt und macht Ihnen klar, wie wichtig Euch Radio Blau ist und dass das Landesrundfunkgesetzt geändert werden muss, damit Ihr uns weiter hören könnt.


Was ist zu den Argumenten der Landtagsabgeordneten zu sagen?


Landtagsabgeordnete von der CDU haben in den letzten Wochen argumentiert, dass Freie Radios nicht noch mehr finanziert werden könnten, weil die Kosten dafür zu hoch seien, vor allem, weil zu befürchten sei, dass dann noch mehr Bürgermedien entstehen könnten, die ebenso Unterstützung verlangen würden.

Unsere Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass es sehr sehr anstrengend und langwierig ist, ein rein ehrenamtliches und nichtkommerzielles Radio aufzubauen und am Laufen zu halten. Ein Kraftakt, der so wahrscheinlich nur in großen Städten zu leisten ist. Generell glauben wir aber, dass jedes Engagement ehrenamtlicher Vereine in Sachsen mehr finanzielle Unterstützung verdient hat.

Die von der CDU befürchtete Kostenlawine entkräftete Holger Mann (SPD) mit der Berechnung, dass die Sende- und Leitungskosten der drei Freien Radios in Sachsen jeden GEZ-Zahler mit lediglich 1 Cent im Jahr belasten würden. Außerdem glauben wir, dass die Sächsische Landesmedienanstalt genügend Geld zur Verfügung hätte, um unsere Kosten zu übernehmen, es ist nur eine Frage der Verteilung der Gelder innerhalb dieser Institution, die im vergangenen Jahr vom Landesrechnungshof für seine "Verschwendung und unsachgemäß hohen Personalausgaben" gerügt wurde.

Unter folgendem LINK steht ein Mitschnitt der heutigen Radio-Debatte in Form einer »Aktuellen Stunde«. Vielleicht mögt ihr die »ARGUMENTATION« der Fraktionen der Landesregierung kommentieren. 

 

Hier ergeben sich interessante Fragen: 

Sind 0,01 Euro pro Rundfunkgebührenzahler für die UKW-Übertragungskosten der NKL, wie es Holger Mann (SPD) schlüssig darlegt, tatsächlich ein LUXUSPROBLEM, wie es Sebastian Gemkow (CDU) und auch Torsten Herbst (FDP) behaupten? 

Weiter wird mehr oder weniger gesagt, dass bei einer Gesetzesänderungen ein überhaupt nicht kalkulierbares finanzielles Loch ohne Boden entstünde? Ferner wurde gar ausgeführt, dass wohlmöglich in anderen Kreisstädten weitere Bürgerradios und Radio-Initiativen gegründet werden. 

Was sagt Ihr dazu?

Sebastian Gemkow, CDU 
 

Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, GRÜNE 


Holger Mann, SPD



BITTE DISKUTIERT DAZU IM KOMMENTARBEREICH! 


Radio ist und bleibt ein »Zu Hause«- und »Unterwegs«-Medium. So hält eine Studie aus der Ausgabe 3/2009 der Media Perspektiven bei der Untersuchung der Potenziale von Webradio fest, dass Radiohören per Internet noch am Anfang steht. Die Lösung Internet hätte sich laut Meinung der Forscher »eingeschlichen«, während das politisch avisierte Digital Audio Broadcast (DAB) - ebenso wie Digitales Satellitenradio - gegenüber dem konventionellen Übertragungsweg UKW - nicht durchsetzen konnte.  DAB scheint gegenüber der traditionellen Rundfunknutzung keine Alternative zu sein. Insbesondere muss hier ferner die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland berücksichtigt werden. Lokale Hörfunkprojekte - wie Freie Radios - sind mit DAB nicht möglich. Außerdem steht der finanzielle Aufwand für neue Endgeräte in keinem Verhältnis zum Zusatznutzen gegenüber UKW. 
Ingo, Sophie und Saskia sind 11 Jahre alt und gehen seit der 3.Klasse im JUNGEN RADIO von coloRadio auf Sendung. Sie sind die Kinderredaktion "Granatäpfel" und informieren ihre HörerInnen sonntags um drei über Themen wie artgerechte Tierhaltung im Zirkus, Leben auf dem Bauwagenplatz, Umsonstläden oder Zivilcourage. Dazu machen die drei meistens Umfragen auf den Straßen der Dresdner Neustadt, laden ExpertInnen zum Interview ein und produzieren Hörspiele.
Mit ihrer Sendung "Kinder aus aller Welt" bewarben sich die Granatäpfel in diesem Jahr um den Medienpädagogischen Preis der SLM. Gestern wurde ihnen im Blockhaus der 1.Preis in der Kategorie "Außerschulische Projekte" verliehen, der mit 3000 Euro ausgeschrieben war. Nach der Preisverleihung fragte mich Sophie als erstes: "Reicht das Geld aus, um das Radio zu retten?"
Aus der Sendung "Kinder aus aller Welt" könnt Ihr hier das Hörspiel "Die Brücke von Bamba" direkt anhören . (Für Mitglieder des BFR gibt es auf dem www.freie-radios.net eine 192 kbps-Version).

(Anne)

Heute Morgen bei der SLM...

| Keine Kommentare | Keine TrackBacks
slm4.jpg


Radioballett.jpg
Liebe UnterstützerInnen,

wir bedanken uns bei Euch und das mit ganzem Herzen für die vielen öffentlichen Unterschriften und Eure Bekundungen zum Leipziger Lokalradio - Radio Blau!


Und wir laden Euch auch gleich ein, mit uns eine IRRITATION im öffentlichen Raum zu tanzen. Wir laden Euch ein zum Radioballett.

Am Samstag den 21.November 2009 von 13.00 bis 14.00 Uhr auf dem Leipziger Augustusplatz vor der Oper. Bringt euren Ghettoblaster und auch kleine Radios mit Kopfhörern mit und folgt den Anweisungen aus dem Radio Blau Studio, d.h der Frequenz 99.2 MHz.

Ziel ist es, Aufmerksamkeit in Leipzig, Chemnitz und Dresden zu schaffen - für den Erhalt einer demokratischen Meinungs- und Medienkultur.

Falls ihr zufällig in Dresden seid oder Freude mobilisieren könnt:

Dort startet die Aktion in der Prager Straße vor dem Karstadt, zeitgleich und zu hören auf coloRadio. [zum Radioballett in Dresden]


In Chemnitz könnt ihr das RadioBallett vor dem Roten Turm erleben, mitmachen, bewundern. Die Frequenz, die ihr in Chemnitz (mindestens von 13 bis 14 Uhr) einschalten müsst, ist die 102,7 MHz. Einiges mehr an Information auf www.radiot.de


Wir freuen uns, Euch zu sehen! Kommt zuhauf und bringt Freunde mit!
Eure Radio Blau-MacherInnen und die anderen Freien Radiomacher in Sachsen

Das Europäische Forum für Bürgermedien, Community Media Forum Europe, unterstützt die sächsischen Freien Radios. In einem offenen Brief an den Präsidenten des Medienrates, Prof. Kurt-Ulrich Mayer, weist das CMFE darauf hin, dass die derzeitige Situation Freier Medien in Sachsen die jüngsten EU-Richtlinien (Resolution des EU-Parlaments 2008/2011 (INI)) überhaupt nicht erfüllt.

Darum fordert das Community Media Forum Europe (CMFE) vom Medienrat der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM)
- kurzfristig auf eine Verlängerung der bestehenden Verträge hinzuwirken, sodass die finanzielle Unterstützung der drei Freien Radios garantiert bleibt
- mittelfristig gesonderte Verfahren für die finanzielle Unterstützung zu finden, die den Besonderheiten des Bürgermedien-Sektors entsprechen, anstatt ihn zu zwingen, von privatwirtschaftlichen Medien abhängig zu bleiben

Das CMFE empfiehlt den zuständigen sächsischen Gremien dringend, Initiativen für Bürgermedien entsprechend der oben genannten EU-Richtlinie und der Erklärung des Europarates zu unterstützen. Das CMFE fordert vom Medienrat ein ernsthaftes Engagement dafür, eine nachhaltige Entwicklung der Freien Radios und deren fortwährende soziale und kulturelle Leistungen zu ermöglichen.

siehe auch: http://cmfe.eu/

Jingle Radioballett am Samstag

| Keine Kommentare | Keine TrackBacks
Feines Propagandamaterial für die Dauerrotation. Lässt sich auch für die anderen Radio modifizieren. Nehmet und spielet! 


In der Kochstraße in Leipzig gibt es einen kleinen Laden, der für Euch kostengünstig Radio Blau-Shirts druckt. Es handelt sich um ein Foliendruck-Verfahren. Ihr könnt dort entweder die vorrätigen Shirts bedrucken lassen oder eigene Klamotten zum Bedrucken mitbringen. Bislang gibt es zwei Vorlagen. Einmal unser neues Logo und dann eine Typo-Variante (in der Vorlage schräg gedruckt). Der Preis richtet sich nach der Größe des Drucks.

logo_shirt_600.jpg

Der Deal ist wirklich fair, denn Druck oder T-Shirt (inkl. Druck) erhaltet ihr im Falle von Radio Blau zum fairen Freundschaftspreis. So kostet ein T-Shirt bedruckt ungefähr so viel, wie normaler Weise unbedruckt. Daher wird die Tage auch noch eine Spendendose dorthin wandern. Dort könnt ihr - wenn ihr wollt und könnt - zusätzlich für Radio Blau spenden. 




Seit dem 1. Juli schicken die Hörer von Radio T der SLM die Karte „FÜR VIELFALT IM ÄTHER UND FREIEN RADIOEMPFANG - HILF MIT!"brunnen.jpg Das Geld für die Briefmarke und die Texte auf den Karten sind von Euch Hörern. Vielen Dank!

Zur Karte zum Download und Selberdrucken

Karten schicken an:

SLM
Postfach 10 16 62
04016 Leipzig

Kleine Feedback-Sammlung

| Keine Kommentare | Keine TrackBacks
An dieser Stelle mal ein Dankeschön für all die Unterstützung, die wir freien Radios in den vergangenen Wochen von Euch HörerInnen erhalten haben. Ganz besonders freuen wir uns über kurze Aussagen dazu, was Euch Euer Radiosender bedeutet oder warum freies Radio Eurer Meinung nach wichtig ist. Hier findet Ihr eine erste kleine Zitat-Sammlung und hoffen auf noch weiteres Feedback - entweder hier per Kommentar-Funktion oder per Anruf unter 03212-1222691.


Im neuen sächsischen Koalitionsvertrag von CDU und FDP auf Seite 39 findet sich dieser Satz:
"Wir wollen eine vielfältige Medienlandschaft mit freien und unabhängigen Medien in allen Bereichen von Fernsehen, Hörfunk, Online-Medien, Zeitungs- und Verlagswesen sowie Film erhalten, festigen und ausbauen."
Der Erhalt von nichtkommerzellen Lokalradios ist nur durch eine Sicherstellung der Sende- und Leitungskosten gewährleistet. Andernfalls wäre die Medienlandschaft durch den Verlust nichtkommerzieller Lokalradios weniger vielfältig. Die Macher der Freien Radios hoffen, dass die Koalitionäre sich an den oben zitierten Satz erinnern.
Interessant am Koalitionsvertrag dürfte noch folgender Satz sein:
"Die Digitalisierung des Hörfunks in Sachsen erfolgt dabei in enger Abstimmung mit den anderen Bundesländern. Daran sollte sich auch der endgültige Termin für eine Abschaltung der UKW-Frequenzen in Sachsen orientieren, eine alleinige Abschaltung zum 31. Dezember 2014 soll es nicht geben."

Blaue Postkarten

| Keine Kommentare | Keine TrackBacks
Schnappt euch jetzt gleich einen Stift und eine unserer frisch gedruckten "Bald Funkstille?"- Postkarten und schreibt dem Medienrat der SLM warum ihr keine Lust habt auf Radio Blau zu verzichten! Die Postkarten gibts bei Radio Blau in der Paul-Gruner-Str. 62 oder im Szeneladen Deines Vertrauens.
Alternativ könnt Ihr natürlich auch einen eigenen Brief schreiben
an den Medienrat der
Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM)
Ferdinand-Lassalle-Str. 21
04109 Leipzig

Radio Rock Revolution!

| 1 Kommentar | Keine TrackBacks
Wer sich eine Dosis Kampfgeist injizieren möchte, dem sei die letztjährige Britcomedy "Radio Rock Revolution" wämstens ans Herz gelegt. Wer gern die Radiorevolution jingeln möchte, findet hier (und auf dem Blauen Server) den Trailer für diesen Blog im Rock'n'Roll-Style:  

Wozu Freies Radio? Neun Argumente.

| 1 Kommentar | 1 TrackBack
http://radio.fueralle.org/9-argumente-flyer.jpg
  1. Freies Radio ist Kultur.
  2. Freies Radio fördert Kultur.
  3. Freies Radio bietet ein Podium für gesellschaftliche Gruppen
  4. Freies Radio bietet ein Forum für demokratische Meinungsbildung.
  5. Freies Radio fördert politische Mündigkeit.
  6. Freies Radio unterstützt ein tolerantes und weltoffenes Klima.
  7. Freies Radio wirkt einer Tendenz zur Konzentration in der Medienlandschaft entgegen.
  8. Freies Radio schafft Vielfalt.
  9. Freies Radio hat schon bewiesen, was es kann.   [Download des Flyers]
Ganz frisch aus dem Radio Blau Studio gibt es hier ein weiteres Radiojingle zur Kampagne gegen die Abschaltung der Freien Radios, jeweils für die einzelnen Städte:

Leipzig: MANJA-kling-klang--i-radioblau.MP3

Dresden: MANJA-kling-klang--i-coloradio.MP3

Chemnitz: MANJA-kling-klang--i-radiot.MP3
So! Gerade ganz heiß reingekommen, das neue Webbanner für alle drei Radios.

blaubanner_alle.gif

Wenn ihr das Bild auf eurer Webseite verlinken wollt, benutzt einfach die URL (http://radio.fueralle.org/blaubanner.gif) oder dieses Code-Beispiel:

<a href="http://radio.fueralle.org/" title="Rette dein Radio!!! http://radio.fueralle.org/"><img alt="blaubanner_alle.gif" src="http://radio.fueralle.org/blaubanner.gif" height="200" width="500" /></a>